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Sportliche Rundenwettkämpfe im Bezirksverband Stade


Von Ferdinand Potthast
 

Die erste offizielle Winterrunde wurde im Winter 1955/56 mit fünf Mannschaften gestartet. Initiator und Sportleiter war der Schützenbruder Fritz Peycke. Mannschaften stellten die Vereine JorkBorstel, Harsefeld, Stade, Altkloster und Mulsum. Bereits im folgenden Winter meldeten auch Estebrügge, Buxtehude, Horneburg, Brest, Kutenholz, Ahlerstedt und Aspe zum Teil bereits zwei Mannschaften, so daß 18 Teilnehmer zusammenkamen. Die Winterrunde sollte die Verbundenheit der Schützen fördern, geselliges Zusammenkommen und sportlicher Wettstreit sollten gleichberechtigt nebeneinander stehen. Die Idee fand solchen Anklang, daß im dritten Jahr mit Neuland und Großenwörden die ersten Mannschaften aus dem Bereich Ostemarsch dazu kamen, was zusammen mit Ladekop und Steinkirchen die Zahl der teilnehmenden Mannschaften auf 30 aus 16 Vereinen ansteigen ließ.


1959 nahmen auch vier Damenmannschaften aus Neuland, Altkloster, Horneburg und Stade innerhalb der Schützenstaffel teil. Da das Interesse bei den Damen weiter stieg, wurde in der siebenten Winterrunde (1961/62) erstmals eine gesonderte Damenrunde ausgeschrieben.


Die rasant steigenden Teilnehmerzahlen und das unverminderte Interesse führten zur Ausschreibung weiterer Disziplinen und Unterteilungen. Eine gesonderte Runde für den Nachwuchs gab es ab 1963 und für Luftpistolen ab 1966. Natürlich ergeben sich bei derart großen Mannschaftsmengen Veränderungen. Der Leistungsgedanke erhält bei einigen Teilnehmern irgendwann den Vorrang gegenüber dem Geselligkeitsgedanken. Die Menge der im Bezirk Stade teilnehmenden Mannschaften läßt diesem aber Raum, denn das System führt zu einer vertikalen Stufung von der Bezirksliga (heute Oberklasse) bis zur Kreisklasse X. Da die anderen Bezirke des zuständigen Landesverbandes, des NWDSB, ähnliche Winterrunden installierten, konnte das System über eine Landesliga bis in eine Bundesliga ausgebaut werden, ohne daß der Geselligkeitsgedanke zerstört wurde.


Nach der Einrichtung von gesonderten Wettkämpfen und Leistungsstufen für Altersschützen (1969), Standauflage (1973), Bogen (1983), Altersdamen (1984) und Seniorenauflage (1985) wurde 1996 auch das neue LigaSystem mit FünferMannschaften nach den Vorstellungen des DSB zusätzlich eingerichtet. Hier überwiegt zwar der Leistungsgedanke, aber die teilnehmenden (gemischten) Mannschaften fanden durchaus genug Raum für Geselligkeit. Durch die Öffnung der Wettkämpfe nach draußen mittels Einbeziehung von Zuschauern hat der Schießsport hier eine andere Qualität bekommen, was hoffentlich zu einer Vergrößerung des Interesses und Steigerung der Mitgliederzahlen führt.

 

Quelle: Brauchtum und Schießsport, Seite 180, 181

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